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Fortsetzung

Im Oktober 1995 wurde eine Klausel im Arbeitsvertrag einer Berliner Firma bekannt, wonach eine fristlose Kündigung angedroht wird, sollte sich herausstellen, daß ein Mitarbeiter Scientologe ist.29

Die gezielte Ächtung von Scientologen veranlaßt eine Reihe von Firmen, die keinerlei Verbindung zu Scientology unterhalten, öffentliche Erklärungen in Zeitungen abzugeben, daß sie Scientology weder unterstützen noch damit "sympathisieren". Sie drohen rechtliche Schritte wegen Rufmordes gegen jeden an, der das Gegenteil behauptet. Diese Verlautbarungen scheinen notwendig, da die von der Regierung plazierten "Schwarzen Listen" und wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens jede Firma mit dem finanziellen Ruin bedrohen, die auch nur im Verdacht steht, Scientologen zu beschäftigen oder mit Scientologen in Geschäftsbeziehung zu stehen.

Welch ein Niveau das Klima der Intoleranz in Deutschland inzwischen erreicht hat, wird aus einer Zeitungsanzeige der Diskothekenkette "Apfelbaum" vom 8. Juni 1995 deutlich, in der jede Verbindung mit Scientology bestritten und in der erklärt wird, daß "Scientologen als Gäste nicht willkommen" seien. Ferner heißt es dort, daß jede gegenteilige Behauptung als Verleumdung verfolgt werde.30

Nach einem Bericht in Die Woche vom 12. Mai 1995 über Scientology startete die Warsteiner GmbH, Deutschlands größte Privatbrauerei, eine 300.000-Mark-Werbekampagne gegen das Gerücht, sie sei von Scientologen "unterwandert" (die Firma war bezichtigt worden, es gäbe unter ihren Angestellten Leute, die zufälligerweise Scientologen seien - eine Anschuldigung, die zu wirtschaftlichem Boykott und finanziellem Ruin führt). Alle leitenden Angestellten der Firma mußten außerdem schriftlich erklären, daß sie keine Mitglieder von Scientology sind.31

Die Aktien der SAP AG, einem der größten deutschen Softwarehäuser, fielen innerhalb einer Woche um 10%, nachdem die Medien berichtet hatten, die Firmenmitarbeiter stünden in Verbindung mit Scientology. Das Unternehmen dementierte und startete eine "Aufklärungskampagne", um die Belegschaft vor Scientology zu "warnen" - um zu gewährleisten, daß ihre Firma "scientologenfrei" sei.32

Das Ausmaß der Diskriminierung zeigt auch ein Schreiben, das die Scientology Kirche Frankfurt im Mai 1995 erhielt. Darin wurde der EuroCard Service mit sofortiger Wirkung gekündigt, da die negative Publicity einer Geschäftsverbindung mit Scientology "einer vorteilhaften Entwicklung des EuroCard-Geschäftes entgegenstehe".33 Viele Firmen und andere Organisationen werden unter Druck gesetzt, damit sie in ihren Räumlichkeiten Aufkleber und Aufschriften anbringen, auf denen sie öffentlich bekanntgeben, daß "Scientology-Techniken unerwünscht" seien.34 Handels- und Arbeitergewerkschaften üben Druck auf ihre Mitglieder aus, über jede Person zu berichten, die im Verdacht steht, Scientologe zu sein - und diese zu ächten.35 Wirtschaftsinstitute wie der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) "warnen" Firmen davor, Scientologen anzustellen.36

Es ist inzwischen in Deutschland üblich geworden, daß man von Einzelpersonen eine Erklärung verlangt, kein Scientologe zu sein, wenn sie Mitglied einer politischen Partei, einer Gruppe oder eines Berufszweiges werden, wenn sie ein Geschäft führen oder auch nur ein Bankkonto eröffnen oder einen Kredit bekommen wollen. Um ein Konto zu eröffnen oder ein anderes Geschäft zu tätigen, verlangt die Vereins- und Westbank AG Hamburg eine Erklärung, aus der hervorgeht, daß die betreffende Person weder Scientologe ist noch irgendwelche Seminare über die Technologie der Scientology besucht hat.37

Eine andere Hamburger Bank hat verschiedenen Personen Kredite verweigert, weil sie "keine Kredite an Mitglieder der Scientology Kirche vergibt" - obwohl diese alle anderen Bedingungen für einen Kredit erfüllten.38

Der Verband privater Arbeitsvermittler in Deutschland verlangt von allen Mitgliedern eine Bestätigung, daß sie keine Scientologen sind.39

Die Hamburg-Mannheimer Versicherung verlangt von Unternehmen, die in ihrem Personaltraining und Marketing engagiert sind, daß die Firmenvertreter eine Erklärung abgeben, die jegliche Verbindung zu Scientology verneint.40 Um an Seminaren der Firma Delta-Finanz teilzunehmen, wird von den einzelnen Personen eine Erklärung verlangt, daß man weder Scientologe ist noch in sonst irgendeiner Weise etwas mit Scientology zu tun hat.41

Firmen werden bei Abschluß von Verträgen gezwungen zu erklären, daß sie keinerlei Verbindung zu Scientology haben. Zeitungen haben die Veröffentlichung von Anzeigen für Firmen verweigert, nur weil man annahm, daß ihre Inhaber Scientologen seien oder daß sie mit Scientologen in Verbindung stünden.42

Der Ring Deutscher Makler (RDM), eine Vereinigung von mehr als 4000 Immobilienmaklern, kündigte im Januar 1995 Schritte an, die er in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Senat unternehme, um Scientologen zu "isolieren". Alle Mitglieder des RDM mußten bis Januar 95 eine Erklärung unterzeichnen, daß sie den Lehren L. Ron Hubbards, dem Gründer von Scientology, nicht folgen und sie nicht praktizieren. Bei Nichtabgabe dieser Erklärung droht der Ausschluß aus dem Verband.43

"Schwarze Listen" Und Wirtschaftlicher Boykott Gegen Scientologen fortsetzend

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Schlussnoten

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